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HR-Sondersendung: Wege aus der Stille – Hörimplantate

Am kommenden Donnerstag (23.5.2013) präsentiert der HR um 18:50 Uhr die  Sendung „service: gesundheit“ (erstmalig mit Untertitel) mit dem Themenschwerpunkt Wege aus der Stille – Hörimplantate.
In der Sendung wird unter anderem gezeigt, wie die neue Bonebridge-Technologie funktioniert, für wen welches Hörimplantat (z. B. Cochlear Implantat) in Frage kommt und wie der Alltag mit einem Hörimplantat aussehen kann. Da das Gehirn das Hören verlernen kann, wird allgemein frühes Handeln empfohlen.
Update: Die untertitelte Sendung und weitere Informationen sind inzwischen beim Hessischen Rundfunk abrufbar.
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Video: Historische Entwicklung der Untertitelung, Zukunft der Untertitel (Arbeitsgruppe Untertitel und Gebärdenspracheinblendung)

Die „Arbeitsgruppe Untertitel und Gebärdenspracheinblendung“ der Deutschen Gesellschaft für Hörgeschädigten-Selbsthile und Fachverbände e. V. hat einen interessanten, 17-minütigen Kurzfilm erstellt, in dem sie über die Entwicklung der Untertitel, ihre eigene Lobbyarbeit sowie zukünftige Entwicklungsperspektiven berichtet. Der Videofilm wird vollständig in Gebärdensprache gezeigt. Untertitel sind 1:1 einblendbar.

http://www.youtube.com/watch?v=OGw5ZeXgOhA

WDR-Info: Rundfunkbeitrag

Der WDR hat ein schönes barrierefreies Infopaket zum Thema Rundfunkbeitrag erstellt. Die Basisinfos und der Ausbau der Untertitelung (www.ertaubt.de/untertitel) sollten inzwischen allen bekannt sein – neu ist die Präsentation der Infos in Videos mit DGS und Untertiteln. Das komplette Informationspaket finden Sie direkt beim WDR.

ARD Merkblatt – Infos für Hörgeschädigte

ARD Merkblatt für Menschen mit Behinderung

ARD Basisinfos für Menschen mit Behinderung NEU

ARD Informationen über den Rundfunkbeitrag in leichter Sprache NEU

DGS-Video zum Rundfunkbeitrag

Video „Sehen statt Hören“ zum Rundfunkbeitrag (Sehen statt Hören)

 

Der neue Rundfunkbeitrag

Am 1. Januar 2013 hat der Rundfunkbeitrag die bisherige geräteabhängige Rundfunkgebühr abgelöst. Jetzt gilt für alle Bürgerinnen und Bürger: Eine Wohnung – ein Beitrag. Wie viele Radios, Fernseher oder Computer es in einer Wohnung gibt, spielt keine Rolle mehr.

Neu ist, dass sich nun auch Menschen mit Behinderung mit einem reduzierten Beitrag an der Rundfunkfinanzierung beteiligen. Damit folgt der Gesetzgeber einem Urteil des Bundessozialgerichtes. Dieses hatte entschieden, dass für eine vollständige Befreiung von der Beitragspflicht aus dem Gleichheitsgedanken heraus allein finanzielle Gründe und soziale Bedürftigkeit gelten dürfen.

Befreiungsmöglichkeiten und weitere Informationen

Wer bisher aus gesundheitlichen Gründen von der Rundfunkgebührenpflicht befreit war, wurde zum 1. Januar 2013 automatisch auf den ermäßigten Beitrag umgestellt und zahlt  von nun an monatlich 5,99 Euro. Taubblinde Menschen und Empfänger von Blindenhilfe können sich wie bisher auf Antrag ganz befreien lassen.

Erhalten Menschen mit Behinderung bestimmte staatliche Sozialleistungen wie zum Beispiel Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Grundsicherung oder BAföG, können sie mit dem Nachweis der betreffenden Behörde die Befreiung vom Rundfunkbeitrag beantragen. Die Antrags­formulare sind bei Städten und Gemeinden, bei zuständigen Behörden sowie im Internet unter www.rundfunkbeitrag.de erhältlich. Sie können per Post direkt an den Beitragsservice geschickt werden (ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice, 50656 Köln).

Weitere Informationen und Formulare finden sich im Internet unter www.rundfunkbeitrag.de.  Neben Details zum Beitrag und Hintergründen zur Reform der Rundfunkfinanzierung lassen sich hier auch Flyer für Bürgerinnen und Bürger barrierefrei anschauen und herunterladen.

Für weitere Fragen kann man ein Online-Kontaktformular nutzen oder sich an die Hotline wenden: 0185 9995 0100.

Ausführliche Informationen finden Sie auch auf der Themenschwerpunktseite des WDRs.

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Untertitel 2013 – Pressemitteilungen der öffentlich-rechtlichen Sender

Zum Jahresabschluss präsentiert ertaubt.de eine große Übersicht über die Untertitelungspläne der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender. Kompakt und übersichtlich zusammengefasst finden Sie jetzt Untertitelinformationen unter www.ertaubt.de/untertitel. Praktisch alle relevanten öffentlich-rechtlichen Fernsehsender haben ertaubt.de Information geschickt, welche Untertitelungspläne und weiteren Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit sie in den nächsten Jahren haben.

ertaubt.de wünscht allen Lesern frohe Feiertage, einen guten Rutsch ins Neue Jahr und natürlich vor allem „Viel Spaß beim Fernsehen“!

 

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GEZ-Gebühren für Ertaubte – Mehr Untertitel im Jahr 2013 – es geht voran!

Urlaub in den USA ist immer etwas großartig. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass man hier die weit fortgeschrittene Inklusion von Ertaubten beobachten kann. Neben der Telekommunikation und den hörgeschädigtengerechten Ausstattungen der Hotels ist dies insbesondere beim Fernsehen erlebbar: 100% Untertitelung – und diese praktisch durchgehend in einer so guten Qualität, wie man sie in Deutschland nur relativ selten erlebt. Die Amerikaner haben bei ihrer Inklusion von Ertaubten auch auf positive Effekte für Hörende geachtet: So können alle auf Flughäfen den Lauftext auf dem Fernseher lesen – die störende Ausstrahlung des Tons im Flughafenlärm ist hinfällig. Drückt man bei einigen Fernsehern die Mute-Taste, werden automatisch Untertitel eingeblendet. Genial, wenn man sich zwischendurch unterhalten will, aber trotzdem der Sendung folgen möchte.

Verglichen mit dem Status Quo jenseits des Teichs fühlt man sich dann nach der Rückkehr in Deutschland wie in einem Inklusions-Entwicklungsland. Glücklicherweise geht es aber auch hier voran! Langsam aber sicher kann man als Ertaubter den Fernseher anschalten ohne befürchten zu müssen, dass die Sendung sowieso nicht untertitelt ist. Zwar gibt es selbst öffentlich-rechtliche Sender, bei denen momentan nur ein Fünftel der Sendungen untertitelt wird, jedoch häufen sich die Nachrichten über die positiven Entwicklungen der Untertitelung. Ertaubt.de fragte sich, ob es sich hier um Nebelkerzen handelt oder wirklich deutliche Verbesserungen zu erwarten sind.

Ertaubt.de hat bei allen öffentlich-rechtlichen Sendern nachgefragt und wird am 19.12. alle Antworten veröffentlichen.  Die beste Nachricht zuerst: Zumindest die ARD hat für einen Paukenschlag gesorgt und plant im Jahr 2013 alle Erstsendungen zu untertiteln (ich musste die Antwort der ARD dreimal lesen, bis ich mir sicher war, das dem wirklich so ist und kein Haken dahinter steckt).

Ertaubt.de hat noch kein Feedback vom Bayerischen Rundfunk, möchte jedoch auf eine sicherlich sehr interessante Sendung am morgigen Mittwoch hinweisen:
BR Unterwegs: Gespräch mit dem Intendanten Bayerisches Fernsehen,  Mittwoch, den 12.12.2012, 20.15 Uhr: “Der neue Rundfunkbeitrag- und was Sie für Ihr Geld bekommen!”

Bei der Aufzeichnung der Sendung waren 5 Hörgeschädigte dabei: Dr. Susanne Kohl (Behindertenbeirat Augsburg), Claudia Haas und Bernd Schneider (Hörgeschädigten-Bezirksverband Schwaben e.V.), Franz Hermann und Damian Breu (Bayerischer Cochlea Implant Verband e.V.). Neben Einspielfilmen zum neuen Rundfunkbeitrag und zu bereits barrierefreien Angeboten des BR werden Fragen der Studiogäste von den Intendanten und anderen Vertretern des BR sowie vom Tatort-Kommissar Franz Leitmayer (Udo Wachtweitl) beantwortet.

Die Sendung ist bereits komplett im Internet anschaubar: BR Unterwegs. Und jetzt kommt mal wieder ein Haken: Als Tatort-Fan war ich zwar begeistert, dass auch einer meiner Lieblingskommissare Franz Leitmayr bei der Sendung dabei war. Anders als beim Tatort wird Herr Leitmayr in der im Internet abrufbaren Sendung nicht untertitelt – ebenso wenig wie die anderen Beteiligten, die Untertitelung fehlt komplett. Es bleibt Ertaubten also nicht anderes übrig, als bis zum 12.12., 20:15 Uhr, zu warten, den Fernseher einzuschalten, und dann auch untertitelt das gesprochene Wort mitlesen zu können.

Schau’n mer mal, was der BR berichten wird. 🙂

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