Buchempfehlung: Klänge aus dem Schneckenhaus
In den letzten Jahrzehnten wurden, wie im Kapitel "Doch wieder hören?" erläutert, Implantate entwickelt, mit denen sehr oft zumindest Höreindrücke ermöglicht werden.
Gerade mit dem Cochlear Implantat werden erstaunliche Verständnisleistungen erreicht. Für Ertaubte ist sehr häufig klar, dass sie jeden Strohhalm ergreifen würden, um wieder hören zu können. Sie kennen das Leben in der hörenden Welt und erleben den die Bedeutung des Hörverlusts so besonders intensiv. Gehörlose haben dagegen verständlicherweise Schwierigkeiten, sich das Leben als Hörender vorzustellen.
Frau Maryanne Becker, im Alter von 45 Jahren ertaubt und folgend mit dem Cochlear Implantat versorgt, hat zehn entweder ertaubte oder gehörlose Cochlear Implantat Träger in Tiefeninterviews über ihr Leben vor und nach der Implantation befragt und sie "ihre Geschichte" erzählen lassen. So liest sich Klänge aus dem Schneckenhaus kurzweilig und greifbar nah, stellenweise auch amüsant, und verliert dabei nie den Bezug zum Thema und glänzt in der ausführlichen wissenschaftlich aufgearbeiteten Vorstellung des Cochlear Implantats mit Quellenbelegen zur weiteren Recherche. Frau Becker wurde finanziell durch den Cochlear-Implantat-Hersteller Advanced Bionics unterstützt, jedoch sind sowohl positive als auch kritische Erfahrungsberichte von Cochlear-Implantat-Trägern zu finden.
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