Technische Hilfsmittel
Drei wichtige akustische Hilfsmittel benötigt man im Alltag: Eine Klingelanlage, einen Wecker und einen Rauchmelde. Klar, dass man dazu gut hören muss. Sobald das Hören zu stark nachgelassen hat, ist man auf Alternativen angewiesen. Dieser erhalten Sie z.B. bei Ihrem Akustiker vor Ort, bei einigen Online-Anbietern oder gebraucht bei Ebay.
1) Lichtschaltanlage: Eine Lichtschaltanlage besteht aus zwei Komponenten-Gruppen: den Sendern (Türklingel, Telefonklingel, Personenruf, Babyalarm) sowie Empfängern (Blitzlichter oder Vibrationenalarm). Die meisten Lichtschaltanlagen funktionieren ohne das Verlegen von Kabel über das Stromnetz, einige neue Lichtanlagen auch über Funk. Wichtig ist vor allem, dass man es leicht mitbekommt, wenn die Empfänger blitzen oder vibrieren. Einige moderne batteriebetriebene Empfänger blinken nur, das bekommt man nicht mit, wenn man nicht gerade ungefähr in die Richtung des Empfängers sieht. Am Einfachsten ist die Installation von Blitzlichtern in jedem Raum. Wem das zu aufwendig ist, sei zu einem tragbaren Vibrationsalarm geraten. Die Geräte werden z.B. von HGT und Humantechnik hergestellt und vertrieben. Die Geräte beider Hersteller funktionieren nach ähnlichen Prinzipien ohne größere Qualitätsunterschiede. Die Grundausstattung wird von der Krankenkasse bezahlt, wenn der Arzt sie verordnet. Kauft man die Geräte ohne Rezept, sind diese extrem teuer. Ein Personenrufsender und ein blitzender Empfänger kosten jeweils ca. 120 Euro. Eine sehr einfach ausgestattete Lichtschaltanlagenausrüstung kostet ca. 500 Euro. Zudem ist die Ersatzteilversorgung bei Humantechnik schlecht: Geht nach zehn Jahren etwas kaputt, sind keine Ersatzteile mehr lieferbar. Hier haben wir leider ein Hersteller-Oligopol. Meine Lichtschaltanlage habe ich in praktischem neuen Zustand über Ebay bekommen mit ca. 80-90 Prozent Ersparnis.
2) Wecker: Wecker gibts in den verschiedensten Ausführungen. Einige kann man sogar an die Lichtschaltanlage anschliessen (kosten aber auch ca. 140-200 Euro), man spart somit einen Empfänger im Schlafzimmer, da die Signale am Wecker leicht abgelesen werden können. Wer bei offenem Fenster schläft, bemerkt im Sommer bei hellem Außenlicht die Blitze im Schlaf nicht. Einige haben auch so einen tiefen Schlaf, dass sie stärkere Aufwachmittel benötigen. Den selbstausschüttenden Wassereimer gibts zum Glück noch nicht. Stattdessen nutzt man einen Vibrationsalarm, den man unter die Matratze liegt. Wer selbst dann noch ruhig weiterschläft, kann es mit einem Vibrationsalarm probieren, der das ganze Bettgestell durchwackelt. Reisewecke gibts natürlich auch. Die Krankenkassen zahlen den Betrag, den der Spezialwecker im Vergleich zu einem Wecker für Normalhörende kostet.
3) Rauchmelder sind in vielen Bundesländer bei Neubauten verpflichtend und müssen mittelfristig auch bei bestehenden Wohnungen nachgerüstet werden. VDS-geprüfte Rauchmelder gibts ab 4 Euro, aber leider nutzen die 85 dezibel ja nichts, wenn man nichts hört. Funkrauchmelder für die Lichtschaltanlage kosten ca. 180 Euro. Man sollte zumindest einen im Schlafzimmer, einen im Flur und einen im Keller installieren. Die Krankenkassen bezahlen und bezuschussen die Rauchmelder nicht. Meine Idee ist es, einen herkömmlichen 4 Euro Rauchmelder in der Nähe der Türglocke zu montieren. Ist diese akustisch an die LISA angeschlossen, schlägt die LISA auch bei Feueralarm an. Bitte ausführlich testen, dies ist ein Laientipp von mir.
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